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Last Update: 12/09/2024 01:04 PM
Current Deck: UniFrankfurtAnkiMed::2. Semester::Physiologie I::01. Zellphysiologie::1.1 Diffusion
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Commit #304670- in Elektrolytlösungen muss elektroneutralität herrschen
- im klinischen Routinelabor werden nicht alle Anionen bestimmt und dadurch entsteht eine Lücke
- dieser Parameter kann genutzt werden, um metabolische Azidosen abzuklären
Extrazellulär:
- wir haben bei den Ionenauflistungen sehr viel mehr Kationen
- die restlichen Anionen sind z.B. Phosphat, Sulfat und Laktat
Intrazellulär:Intrazellulkär:
- wir haben bei den Ionenauflistungen sehr viel mehr Kationen
- die restlichen Anionen sind z.B. Proteine
Berechnung: Anionenlücke = Na+ - (HCO3− + Cl−)
Normwert
- 7 ± 4 mmol/L (3–11 mmol/L)
- Ggf. auch labormethodenabhängig 12 ± 4 mmol/L (8–16 mmol/L)
- Alternativ (mit Berücksichtigung von Kalium): Anionenlücke = (Na+ + K+) - (HCO3− + Cl-),
- Normwert: 11 ± 4 mmol/L bzw. 16 ± 4 mmol/L
Interpretation
- Additionsazidose
→ Metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke
→ Anionenlücke >16 mmol/L spricht mit großer Sicherheit für eine Additionsazidose (diskriminierender Wert)
→ Endogene Ursachen: Lactatazidose,Lactatazidose Ketoazidose,, Ketoazidose , Niereninsuffizienz/Urämie
→ Exogene Ursachen: Vergiftung durch Salicylsäure, Ethanol, Methanol, Ethylenglykol (in Frostschutzmittel)
- Subtraktionsazidose
→ Metabolische Azidose mit normaler Anionenlücke (bedingt durch „Bicarbonatverlust“ )
→ Endogene Ursachen: Anhaltende Diarrhö, Galle- oder Pankreasfistel
→ Exogene Ursachen: Medikamente (Carboanhydrasehemmer), Zufuhr von Säuren, deren Anion Chlorid ist (bspw. HCl)
Störfaktoren
- HyperalbuminämieHypalbuminämie (Verringerung der Anionenlücke)
- Hyperphosphatämie (Vergrößerung der Anionenlücke)
Merkwort für Ursachen einer vergrößerten Anionenlücke „Kuss-Maul“:
Ketonkörper, Urämie, Salicylsäure, Methanol, Äthylenglykol (bzw. Ethylenglykol), (Urämie), Lactat!